In einer Ortsansässigen Firma wurde vergangenen Sonntag folgendes Einsatzszenario durchgespielt:
Von einen Gabelstapler flogen mehrere Paletten mit Giftiger/Unbekannter Ladung. Diese liefen nun aus den Fass allmählich aus und es bildete sich daraufhin eine Rauchentwicklung/Ausgasung. Ein Dummy wurde durch die Herabfallende Ladung getroffen und musste von dem Angriffstrupp aus dem Gefahrenbereich befreit und gerettet werden.
Neben dieser Herausforderung mussten weitere Feuerwehrkameraden körperliche Schwerstarbeit leisten. Denn um nicht in Kontakt mit den gefährlichen Stoffen zu kommen, musste eine komplett luftdichter Chemikalienschutzanzug (CSA) angelegt werden. Für die Luftversorgung im Anzug sorgte ein Pressluftatmer (PA). Zusammen sind dies über 20kg an Ausrüstung, schlechte Sicht, wenig Bewegungsfreiheit und schwierige Kommunikation.
Mit den Anzug wurde anschließend der Gefahrenbereich begangen, erkundet und der Unbekannte gefährliche Stoff gesichert. Dazu wurde das auslaufende Fass aufgerichtet und vor erneutem auslaufen gesichert. Im Ernstfall würde der auslaufende Stoff einer entsprechenden Entsorgungsfirma zugeführt werden.
Bevor der schwere Anzug abgelegt werden kann, musste dieser zunächst von außen dekontaminiert werden. Dies kann einige Minuten dauern und wird von weiteren Einsatzkräften mit Pressluftatmern durchgeführt. Erst wenn der CSA gereinigt ist, kann er geöffnet und abgelegt werden.